Wer eine Seite in mehreren Sprachen anbietet, steht vor der Frage, welche Fassung ein Besucher zuerst sieht. Der Language Redirector beantwortet sie automatisch: Er liest aus, welche Sprachen der Browser des Besuchers bevorzugt, und leitet ihn auf den passenden Bereich der Website weiter.
Diese Angabe schickt jeder Browser bei jedem Aufruf mit. Sie stammt aus den Spracheinstellungen des Systems und ist damit ein deutlich verlässlicherer Anhaltspunkt als etwa die Herkunft der IP-Adresse, die bei Reisenden oder in mehrsprachigen Ländern regelmäßig danebenliegt.
Bis zu zehn Sprachen lassen sich hinterlegen, jeweils mit dem zugehörigen Ziel. Das kann ein Unterverzeichnis, eine Subdomain oder eine ganz andere Adresse sein. Findet sich für keine der vom Besucher gewünschten Sprachen ein Eintrag, greift eine festgelegte Standardsprache, sodass niemand auf einer leeren Seite landet.
Ein Setup-Script gehört zum Paket und nimmt die Einrichtung ab. Eine Datenbank wird nicht gebraucht, das Script arbeitet allein mit der Angabe des Browsers und der eigenen Zuordnungstabelle.
Veröffentlicht ist es unter der GNU General Public License in Version 2 und auf SourceForge als stabil eingestuft. Eines sollte man beim Einsatz bedenken: Eine automatische Weiterleitung nimmt dem Besucher die Wahl ab. Ein sichtbarer Sprachumschalter auf der Zielseite gehört deshalb dazu, damit jemand, dessen Browser anders eingestellt ist als gewünscht, nicht in der falschen Fassung festsitzt.