Das Projekt, das als PhpWebGallery begann, heißt seit Jahren Piwigo und wird unter piwigo.org weiterentwickelt. Aus der Bildergalerie ist dabei eine vollständige Medienverwaltung geworden: Sie nimmt Fotos, Videos und weitere Dateiformate auf und hält sie an einer Stelle zusammen.
Bilder kommen vom Rechner, aus Mobil-Apps oder über synchronisierte Ordner herein, größere Bestände lassen sich am Stück importieren. Sortiert wird nach eigenen Vorstellungen in Alben und über Schlagwörter, gesucht über den gesamten Bestand samt Metadaten. Besucher können bewerten und kommentieren, Freigaben lassen sich gezielt vergeben, wenn nicht alles öffentlich sein soll. Ueber Plugins lässt sich der Funktionsumfang erweitern, für eigene Anwendungen steht eine API bereit.
Piwigo gibt es in zwei Betriebsarten mit demselben quelloffenen Kern: als gehosteter Dienst des Projekts oder zum Selbstbetreiben auf dem eigenen Server. Wer selbst hostet, hat vollen Zugriff auf Code und Umgebung und kann eigene Erweiterungen schreiben. Zum Download gehört eine Installationsroutine, die Daten liegen in einer MySQL-Datenbank.
Bemerkenswert ist die ausdrückliche Zusage gegen Anbieterbindung: Fotos, Videos und Metadaten lassen sich jederzeit kostenfrei exportieren, und der Wechsel zwischen gehosteter und selbst betriebener Fassung ist in beide Richtungen möglich. Entwickelt und betrieben wird in Europa, der gehostete Dienst steht in Frankreich unter europäischem Recht.
Zum Stand der Dinge: Aktuell ist Version 16.4.0, die Entwicklung läuft aktiv weiter. Das Projekt steht unter der GPL.