ModuleStudio geht einen anderen Weg als übliche Entwicklungswerkzeuge: Statt eine Anwendung Zeile für Zeile zu programmieren, beschreibt man sie in einem grafischen Editor als Modell. Aus diesem Modell erzeugt ein Generator den fertigen Code. Modellieren statt Programmieren nennt der Entwickler das selbst.
Herauskommen Symfony-Bundles, die sich im Content-Management-System Zikula einsetzen lassen. Der Vorteil zeigt sich weniger beim ersten Erstellen als über die Jahre: Aendert sich eine Anforderung, ändert man das Modell und lässt neu generieren, statt den Code an vielen Stellen von Hand nachzuziehen. Er bleibt dabei einheitlich aufgebaut, was die Pflege mehrerer ähnlicher Anwendungen erheblich vereinfacht. Genau darauf zielt der modellgetriebene Ansatz, und der Anbieter führt dazu eigene Beiträge über Wartungskosten und Qualitätssicherung auf seiner Seite.
Auch die Qualität wird über das Modell abgesichert. Statt fertige Erweiterungen im Nachhinein zu zertifizieren, prüft das Werkzeug bereits das Modell und erzeugt daraus Code, der den Konventionen des Frameworks folgt. Ein ehemaliger Projektleiter von Zikula beschreibt es so, dass sich damit sehr umfangreiche Anwendungen fast ohne eigenen Programmcode bauen lassen.
Vorausgesetzt werden PHP 7.3 sowie MySQL oder PostgreSQL, die Entwicklungsumgebung selbst läuft unter Linux, Windows und macOS. Für nicht kommerzielle Nutzung ist ModuleStudio kostenlos.
Zum Stand der Dinge: Version 1.4.0 erschien einen Tag nach Zikula 3.0.0, das Werkzeug wird also im Gleichschritt mit dem Framework gepflegt. Zur Einarbeitung gibt es ein Einführungsvideo und einen Community-Bereich.