Der Contenator dreht die übliche Reihenfolge um. Statt Inhalte in eine Datenbank zu tippen, legt man sie als Dateien in Ordner, und aus dieser Verzeichnisstruktur samt Inhalt baut das Script die fertige Website. Was im Dateisystem liegt, steht auf der Seite. Eine neue Rubrik entsteht, indem man einen Ordner anlegt.
Damit lassen sich Dokumentationen, Tutorials, FAQ-Bereiche, Support-Seiten oder Linklisten aufbauen, ohne PHP oder HTML zu beherrschen. Für die Formatierung gibt es eine eigene Auszeichnung, das Contenator-Script: einfache Steuerzeichen im Text, die beim Aufruf in Formatierung übersetzt werden. Wer mehr will, baut HTML direkt ein oder bindet andere Dateien per Include ein.
Bearbeitet wird wahlweise online über ein Plugin oder mit einem beliebigen Texteditor. Der zweite Weg ist der eigentliche Vorzug dieses Ansatzes: Die Inhalte sind gewöhnliche Textdateien. Sie lassen sich also auch außerhalb des Systems bearbeiten, mit Bordmitteln durchsuchen, in eine Versionsverwaltung legen oder aus einem bestehenden Ordner übernehmen, statt sie einzeln in eine Maske zu übertragen.
Eine Suchfunktion ist eingebaut, sodass Inhalte auch in größeren Beständen auffindbar bleiben. Ueber mehrere Plugin-Schnittstellen lässt sich der Funktionsumfang erweitern, etwa um die Online-Bearbeitung.
Der Anbieter beschreibt sein System selbst als Simple Document Management System. Die Installation ist entsprechend knapp gehalten. Weil die Inhalte im Dateisystem liegen, wächst das System mit dem Bestand, ohne dass eine Datenbank eingerichtet, gesichert und gepflegt werden muss. Ein vollständiges Backup besteht darin, einen Ordner zu kopieren, und ein Umzug auf einen anderen Server ebenso.